Suchportal




In unserem Suchportal finden Sie Pflegeeinrichtungen, die hilfebedürftige Menschen mit der Zuckerkrankheit professionell unterstützen und ihre Mitarbeiter regelmäßig zu relevanten Diabetesthemen fortbilden. Die Einrichtungen bemühen sich um eine enge Vernetzung mit allen für Sie als Diabetes-Patienten wichtigen Versorgungspartnern. So schaffen sie größtmögliche Sicherheit und spürbare Entlastung im Diabetesalltag.

Diabetes mellitus


Zucker betrifft viele von uns.
Diabetes mellitus gilt als typische Erkrankung im höheren Alter. Sie wird daher im Volksmund auch "Altersdiabetes" genannt. Jeder vierte der über 75-Jährigen ist davon betroffen. Oft ist die "Zuckerkrankheit" nicht bekannt und kommt zufällig im Rahmen anderer gesundheitlicher Probleme ans Licht.

Das Leben mit der Erkrankung verlangt Bereitschaft zur Veränderung.
Mit der Diagnose Diabetes mellitus werden viele Lebensgewohnheiten von Betroffenen in Frage gestellt. Das kann Angst machen und sehr belasten. Die chronische Erkrankung verlangt von den Betroffenen und ihrem sozialen Umfeld – insbesondere ihren Angehörigen - die Bereitschaft und Fähigkeit, sich mit notwendigen Veränderungen des Alltags auseinander zu setzen.


Die Bewältigung des Diabetesmanagements kann uns an unsere Grenzen führen.
Das tägliche Diabetes-Selbstmanagement umfasst u. a. die Umsetzung der ärztlich verordneten Therapie, die korrekte Blutzuckermessung und Einschätzung der gemessenen Werte, ein sicheres Notfallmanagement bei Hypoglykämien (Unterzuckerungen) und schweren Hyperglykämien (Überzuckerungen), aber auch eine angemessene Reaktion bei andauernden überzuckerungen und speziellen Situationen wie grippalen Infekten oder Magen-Darm-Erkrankungen. Auch bei Ernährung und Körperpflege sind Besonderheiten zu berücksichtigen und in die tägliche Lebensführung zu integrieren.
Obwohl inzwischen gezielte Diabetesschulungen für Patienten als wesentlicher Teil einer gelingenden Behandlung anerkannt sind, haben noch immer viele Menschen "mit Zucker", insbesondere ältere und stark eingeschränkte Menschen, keine fachlich kompetente Einführung erhalten. Dies erschwert den Betroffenen, die mit der chronischen Erkrankung einhergehenden Risiken einzuschätzen und selbstverantwortlich den Alltag mit Diabetes sicher zu gestalten. Viele ältere Menschen, aber auch Familien mit Kindern, die an Diabetes mellitus Typ 1 erkrankt sind, kommen an ihre Grenzen und suchen nach Unterstützung.

Diabetes-Experten


Diabetes-Experten verschiedener Professionen bieten adäquate Unterstützung.
Dabei entwickeln sich im deutschen Gesundheitswesen zunehmend gut ausgebaute Versorgungsnetze, in denen "Zuckerkranke" interdisziplinär fachlich kompetent begleitet werden. Manche Versorgungsnetze haben spezielle Schwerpunkte, wie z. B. die Behandlung des Diabetischen Fußsyndroms. Für eine angemessene Betreuung bei Diabetes sollten folgende Professionen Hand in Hand arbeiten:

  • Hausärzte
  • Diabetologen und weitere relevante Fachärzte (inkl. Zahnärzte)
  • Diabetesberater DDG und Diabetesassistenten DDG
  • Diabetes-Pflegefachkräfte (anerkannt von der DDG) / Diabetes Nurse
  • Orthopädische Schuhmacher
  • Apotheker (möglichst mit spezifischer Diabetesschulung)
  • Podologen
  • Wundexperten


Pflegeeinrichtungen mit diabetologischer Fachkompetenz haben hierbei eine Schlüsselfunktion bei der täglichen Unterstützung im Diabetes-Management. Seit Mai 2014 können sich erste ambulante Pflegedienste durch die Deutsche Diabetes Gesellschaft als "Diabetes-Schwerpunktpflegedienst DDG" zertifizieren lassen, wenn sie nachweisen können, dass sie für Diabetes-Patienten spezielle Versorgungsstrukturen anbieten. Hierzu gehört u. a. die regelmäßige Diabetes bezogene Fortbildung ihrer Pflegekräfte sowie die Zusammenarbeit mit diabetologischen Schwerpunktpraxen und Podolgen.
Um Betroffenen und ihren Angehörigen die Suche einer geeigneten Pflegeeinrichtung mit diabetologischer Fachkompetenz in ihrer Region zu erleichtern, haben wir ein spezielles Suchportal eingerichtet. Um hier gelistet werden zu können, müssen die ambulanten Pflegedienste/ Sozialdienste, Pflegeheime, Altenheime und Reha-Einrichtungen angeben, welche Qualifikationen für die Betreuung von Zuckerkranken zur Verfügung stehen:

  • Diabetes-Pflegefachkräfte (80 Stunden Theorie für die Langzeitbetreuung zzgl. praktische Aufgaben)
  • Diabetes-Nurse (170 Stunden Theorie für den Klinikbereich) zzgl. Hospitation) oder Diabetes-Pflegefachkräfte KLINIK (80 Stunden Theorie für den Klinikbereich)
  • Pflegefachkräfte mit "Fortbildung Diabetes in der Altenpflege (FoDiAl)" (16 Stunden Theorie)
  • Diabetes-Pflegehelfer (16 Stunden Theorie auf das Aufgabenfeld der Pflegehelfer zugeschnitten)
  • Wundexperten ICW (Initiative Chronische Wunde e. V.)
  • Wundtherapeuten DGfW (Deutsche Gesellschaft für Wundversorgung)
  • Wundspezialisten mit anderer Qualifikation

Zum Teil werden auch bestehende Kooperationen mit den genannten relevanten Partnern und weitere Details zum Leistungsangebot benannt.
Wir hoffen, dass das Suchportal dazu beiträgt, dass Sie, als Betroffene, die für Ihre individuelle Situation richtige Unterstützung finden und Ihr Leben mit Diabetes dadurch sicherer und leichter wird!